Wirtschaftswissen im Wettbewerb

Bayreuther Schüler Jannik Heidler Bundessieger

Im Raiffeisen-Campus in Montabaur fand das Bundesfinale von „Wirtschaftswissen im Wettbewerb“ statt, bei dem der Bayreuther Neuntklässler Jannik Heidler gesiegt hat. Unser Bild zeigt (v. li.) Schulleiter Bernhard Meffert vom Raiffeisen-Campus, Roland Walta von den Wirtschaftsjunioren Westerwald – Lahn, Jannik Heidler (Bundessieger aus Bayreuth), den Zweitplatzierten Leonhard Quednau aus Nürnberg, die Drittplatzierte Karlotta Blume aus Wuppertal und den Bundesvorsitzenden der Wirtschaftsjunioren Deutschland, Florian Gloßner.

Über 22.000 Schüler aus den 9. Klassen haben bundesweit am größten deutschen Schülerquiz „Wirtschaftswissen im Wettbewerb“ der Wirtschaftsjunioren Deutschland teilgenommen. Bundessieger wurde Jannik Heidler vom WWG Bayreuth. „Jannik hat bereits beim Bayreuther Kreisfinale am 11. Januar seine breite Allgemeinbildung unter Beweis gestellt und souverän gesiegt“, so Andreas Herlitz, Kreissprecher der Wirtschaftsjunioren Bayreuth.

Ein bunt gestalteter Fragebogen hatte kniffelige Fragen zum „Wirtschaftswissen im Wettbewerb“.

Bereits zum dritten Mal nach 1994 und 2007 stellten die Wirtschaftsjunioren Bayreuth den Bundessieger, darauf sind Herlitz und sein Team natürlich stolz. Die 38 erfolgreichsten Teilnehmer aus ganz Deutschland trafen in Montabaur aufeinander. 40 Multiple-Choice-Fragen zu den Themen Wirtschaft, Ausbildung, Politik, Internationales, Finanzen und Digitalisierung galt es zu beantworten.

Wie viel Gold gibt es auf der Welt?

Vielschichtig waren die Fragen. So sollten die Schülerinnen und Schüler schätzen, welche Kantenlänge ein Quader mit allem Gold der Welt hätte: 21 Meter, 210 Meter, 2,1 Kilometer oder 21 Kilometer?

In Oberfranken erreichte die Beteiligung mit knapp 1.600 Teilnehmern aus 24 Schulen einen neuen Rekordwert, stellt WJ-Geschäftsführer Peter Belina fest. Dass sich keine Schulform verstecken muss, zeige die Tatsache, dass sowohl Gymnasien als auch Realschulen und Mittelschulen Kreissieger stellen.

Uns ist es wichtig, möglichst viele Schüler mit Fragen aus dem Bereich der Wirtschaft in Berührung zu bringen. Wir wollen darüber hinaus das Interesse an wirtschaftlichen Fragen wecken. – Eva Vetter und Annemarie Christel –

Sechs Wirtschaftsjunioren-Kreise aus Oberfranken haben sich am diesjährigen Wettbewerb beteiligt. Kreissieger bei den Wirtschaftsjunioren Bamberg wurden punktgleich Nikolaj Maximtschuk vom E. T. A. Hoffmann-Gymnasium und Henri Grootens vom Dientzenhofer Gymnasium. Kreissieger im WJ-Kreis Bayreuth war der spätere Bundessieger Jannik Heidler. Kreissieger in Hof wurde Paul Scheidig von der Realschule Naila, in Kronach Paul Baumann von der Gottfried Neukam-Mittelschule, in Kulmbach Elena Brand vom Markgraf-Georg-Friedrich Gymnasium und in Lichtenfels Marcel Werner vom Meranier-Gymnasium. Für die Sieger und Bestplatzierten gab es dank verschiedener Sponsoren Sachpreise, in Bamberg und Kronach wurden die Teilnehmer außerdem ins Kino eingeladen.

Da muss man doch glatt ein wenig grübeln und auch in der letzten Gehirnwindung nach Informationen suchen, denn Wirtschaftswissen ist anspruchsvoll.

Praxisnähe vermitteln

„Uns ist es wichtig, möglichst viele Schüler mit Fragen aus dem Bereich der Wirtschaft in Berührung zu bringen. Wir wollen darüber hinaus das Interesse an wirtschaftlichen Fragen wecken“, betonen Eva Vetter und Annemarie Christel von den Wirtschaftsjunioren Kronach. „Das ist auch der Ansatzpunkt, warum wir als Wirtschaftsjunioren diesen Wettbewerb seit vielen Jahren auf die Beine stellen“, ergänzt Gerald Stangl von den Wirtschaftsjunioren Lichtenfels. „Wir wollen wirtschaftliche Zusammenhänge vermitteln und für das Unternehmertum begeistern.“ Mit dem Quiz soll bei den Jugendlichen das Interesse für wirtschaftliche Zusammenhänge geweckt werden, betont Jenny Sochmann von den Wirtschaftsjunioren Hof. „Damit wollen wir auch zu einer Verzahnung von Schule und Wirtschaft beitragen.“ Für Arno Schimmelpfennig von den Wirtschaftsjunioren Bamberg ist es wichtig, den Schülerinnen und Schülern Praxisbezug zu geben. „Wenn sie verstehen, wofür sie lernen, macht Lernen gleich viel mehr Spaß.“ Das bestätigt auch Daniela Ott, Projektleiterin bei den Wirtschaftsjunioren Kulmbach.

Übrigens: ein Quader mit allem Gold der Welt hätte eine Kantenlänge von 21 Metern. Gestiftet von der Westerwald-Bank konnte Heidler als Bundessieger sechs Gramm Gold mit nach Hause nehmen und wird künftig sicherlich mit Interesse den Goldpreis beobachten.

Für Schüler eine bekannte Prüfungssituation, schriftlicher Test mit einer Trennwand gegen das „Spicken“.


Die Wirtschaftsjunioren Deutschland sind der mit mehr als 10.000 Mitgliedern aus allen Bereichen der Wirtschaft größte deutsche Verband von Unternehmern und Führungskräften unter 40 Jahren. Bei einer Wirtschaftskraft von mehr als 120 Milliarden Euro Umsatz verantworten sie rund 300.000 Arbeits- und 35.000 Ausbildungsplätze. Sie sind als größtes Netzwerk junger Wirtschaft in Deutschland mit 214 Mitgliedskreisen vor Ort präsent. Rund 650 Mitglieder zählen die neun Wirtschaftsjuniorenkreise Oberfrankens. Zu den Veranstaltungen sind Gäste herzlich willkommen. Weitere Infos zu Ansprechpartnern und allen Veranstaltungen unter www.wj-oberfranken.de.