EMCC Dr. Rašek

Wenn’s knistert bei der elektromagnetischen Verträglichkeit, ist Vorsicht gefragt

Beim Besuch von EMCC (v. li.): Reinhard Stang, Peter Striegel, Antje Müller, Roland Kraus, Bundestags­abgeordneter Stephan Thomae, Melanie Bindhammer, technischer Geschäftsführer Dr.-Ing. Andreas Abach und Franka Struve-Waasner.

Die Firma EMCC Dr. Rašek mit zwei Standorten in Moggast und Unterleinleiter mit rund 100 Arbeitsplätzen zählt zu den Weltmarktführern beim Testen, Prüfen und Zertifizieren von Geräten hinsichtlich elektromagnetischer Verträglichkeit, elektrischer Sicherheit, Funk und Umweltsimulation. Geprüft wird eigentlich alles, was elektrisch betrieben wird oder funkt: Von der Boeing 777x bis zum Handy. Da immer mehr Geräte mit Sensoren ausgestattet sind, freut sich die kaufmännische Geschäftsführerin Nathalia A. Rašek-Abach über steigende Auftragszahlen. An einer Waschmaschine erklärt ihr Mann, technischer Geschäftsführer Dr.-Ing. Andreas Abach, einer Besuchergruppe aus der Politik die Notwendigkeit zur Prüfung, denn diese arbeitet mit Strom, Wasser, Wärme, und die neueren Modelle senden eine Nachricht, dass der Waschgang beendet ist. Bei einer Waschmaschine muss ausgeschlossen werden, dass es unkontrollierte elektrische Ströme ins Stromnetz und zum Anwender gibt, dass die Maschine überhitzt oder dass es zu Störungen durch die Nachrichtenübertragung kommt. Jedes elektrische Gerät sendet elektrische oder elektromagnetische Strahlung aus. Gleichzeitig wird aber auch die von anderen elektrischen Geräten ausgesendete Strahlung empfangen. Um die Funktion und Sicherheit eines Gerätes sicherzustellen, werden Prüfungen für die elektromagnetische Sicherheit durchgeführt, um damit die wechselseitige Beeinflussung und Störungen von anderen Geräten auszuschließen.

Das Kerngeschäft des Unternehmens, das 1977 von Dr. Werner Rašek gegründet wurde, bilden nach wie vor Prüfungen zur elektromagnetischen Verträglichkeit, zu Funkthemen und die reale Simulation von Umweltbelastungen (z.?B. Druck, Feuchte, Temperatur, Vibration) sowie Tests mit Direktblitz, um beispielsweise Schäden durch Blitz­einschlag an der Flugzeugstruktur oder elektronischen Instrumenten auszuschließen. Mit Blick auf den Standort in der Fränkischen Schweiz wünscht sich die Eigentümerin des zu 100 Prozent im Privatbesitz befindlichen Unternehmens eine höhere, zuverlässige Übertragungsrate ins Internet zu wirtschaftlichen Konditionen. So stünden der Firma im Moment symmetrisch nur 10 Mbits zur Verfügung, Gigabits scheinen unerreichbar. Der LTE Mobilfunkstandard ist im Büro in Moggast nicht praktikabel nutzbar. Stephan Thomae, der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion und Mitglied im parlamentarischen Kontrollgremium der Bundesnachrichtendienste, bat Nathalia A. Rašek-Abach bei einem Besuch, konkrete bürokratische Hürden, wie die ausschließlich in deutscher Sprache auszustellenden Urkunden zu benennen, um diese an Elisabeth Winkelmeier-Becker, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, heranzutragen.