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Verbrenner versus Elektroautos: Vergleich der CO2-Bilanz in zwei Studien

Ein Untersuchungsgegenstand, zwei Institute, zwei unterschiedliche Ergebnisse – das ifo Institut und Fraunhofer ISI vergleichen die CO?-Bilanzen von herkömmlichen Verbrennern und Elektroautos.

Zwei renommierte deutsche Forschungsinstitute, das ifo Institut und Fraunhofer ISI, haben die CO?-Bilanz von Elektroautos mit der konventioneller Verbrenner verglichen und kommen dabei zu unterschiedlichen Ergebnissen. In der vom Fraunhofer ISI durchgeführten Studie werden drei Fahrzeugklassen bewertet. Der Analyse liegen zwei zentrale Annahmen zugrunde: dazu zählt einmal der heutige Strommix in Deutschland mit einem Anteil von Erneuerbaren Energien von 36 Prozent, und zweitens wird die durchschnittliche Lebensdauer eines batteriebetriebenen Fahrzeugs (BEV) von 13 Jahren angenommen. Im Ergebnis ergibt sich eine Einsparung mit der Spannweite von 28 Prozent gegenüber einem Oberklassewagen Diesel und bis zu 42 Prozent gegenüber einem Kleinwagen Benziner. Des Weiteren merkt die Studie an, dass mit anschließender „Second-Life“ Nutzung der Batterie (z. B. als stationärem Speicher) sich weitere Einsparungen von bis zu 10 Prozent ergeben. Auch die Nutzung von Ökostrom zur Ladung und Herstellung der BEV kann Einsparungen der Treibhausgasemissionen von 65 – 75 Prozent bewirken. Die Studie finden Sie unter http://ihkofr.de/7r.

Dem gegenüber ist laut ifo Institut die CO?-Bilanz von Elektrofahrzeugen auch im günstigsten Fall (10 Prozent mehr durch Nachnutzung der Batterie) nur knapp über der eines Dieselmotors, ansonsten aber weit darüber (25 Prozent mehr). Im Vergleich standen sich ein Mercedes C-Klasse 220d (Limousine) und der E-Sportwagen Tesla Model 3 gegenüber. Auch hier wird in einer ganzheitlichen Analyse der aktuelle Strommix in Deutschland zugrunde gelegt, dem Tesla jedoch eine Nutzungsdauer von 10 Jahren beigemessen. In der Studie wird auch auf alternative Brennstoffe wie Methan verwiesen, deren Bilanz um knapp ein Drittel unter der des Diesels liegt. Auch hat die Nutzung von Wasserstoff-Methan-Technologie einen weiteren Vorteil: die derzeit einzige technisch mögliche Speicherung überschüssiger Stromspitzen von Wind- und Solarenergie. Die Studie finden Sie unter http://ihkofr.de/7s.
Quelle: ifo Institut, Fraunhofer ISI