Innovation.Unternehmensförderung

Professionelle Beratung leicht gemacht: Das BAFA Förderprogramm

An welche Unternehmen richtet sich das Förderprogramm?

Das Programm richtet sich sowohl an Jungunternehmen in den ersten 2 Jahren der Selbstständigkeit als auch an Unternehmen, die bereits länger am Markt tätig sind.

Übrigens zählen zu den Jungunternehmen auch folgende Konstellationen: Übernahme eines bestehenden Unternehmens, der Rechtsformwechsel z. B. von einem Einzelunternehmen auf eine GmbH und Hinzunahme neuer Gesellschafter, die eine Führungsposition im Unternehmen übernehmen.

Welche Beratungen werden tatsächlich nachgefragt? Wie hoch ist die jeweilige Förderung?

Die „heißesten“ Themen sind aktuell die Beratung zur Datenschutzgrundverordnung, ISO-Zertifizierung, die Unterstützung bei der Finanzierung, der Erstellung des Businessplans und dem Marketing- und Vertriebskonzept. Es werden noch viele weitere betriebswirtschaftliche Themen gefördert, z. B. Qualitätsmanagement, Personalgewinnung, Online-Strategien, um nur einige zu nennen. Von der Förderung ausgeschlossen sind die überwiegende Rechts- und Steuerberatung, ebenso die Beratung von Beratern.

Gefördert wird für Jungunternehmen zunächst eine allgemeine Beratung. Diese beträgt maximal 4.000 Euro, 50 Prozent davon werden gefördert. Bei bestimmten Zielgruppen und Themen kann noch eine Spezialberatung gefördert werden, ebenfalls mit 4.000 Euro. Beispiele: Gründerinnen, Gründer, deren Eltern nach Deutschland migriert sind, oder Coaching zum Thema Nachhaltigkeit und Umwelt.

Nach den ersten zwei Jahren können sich Unternehmen nochmals fördern lassen, wiederum mit einer allgemeinen und einer speziellen Beratung, analog der Jung-
unternehmer. Die Förderung liegt bei Bestandsunternehmen für maximal 3.000 Euro, 50 Prozent davon werden gefördert. Dies gilt ebenso für die Spezialthemen.Unternehmen in Schwierigkeiten haben die Möglichkeit, sich eine Beratung von max. 3.000 Euro zu 90 Prozent bezuschussen zu lassen.

Können Sie konkrete Hinweise zur Beraterauswahl geben?

Nur das Unternehmen selbst weiß, wo der Schuh drückt und welcher Berater am besten zu einem passt. Neben den fachlichen Themen ist hier vorrangig zu berücksichtigen, dass die „Chemie“ stimmt. Woran interessierte Unternehmen bei der Wahl des Beraters denken sollten, wurde in einer Broschüre des BAFA zusammengefasst.

Aber wo findet man nun den „richtigen Berater“? Gesucht werden kann z. B. im persönlichen Netzwerk, auf Start-up-Veranstaltungen und im Internet. Hier kann beispielsweise die KfW-Beraterbörse zu Rate gezogen werden oder beim Bundesverband deutscher Unternehmensberater gesucht werden. Hat man den richtigen Berater gefunden, muss geklärt werden, ob dieser bei der BAFA für das Förderprogramm zugelassen ist, ansonsten kann die Förderung nicht erfolgen. Coaching-Termine sind frei wählbar.

Wie läuft das Coaching ab und wo kann ich die Anträge bzw. Formulare finden?

Gecoacht werden kann maximal 6 Monate. Zum Ende dieses Zeitraums muss die Abrechnung erfolgen. Die Coaching-Termine selbst sind frei wählbar und können auf die individuelle Situation angepasst werden. Um die Förderung auch tatsächlich zu erhalten, müssen Jungunternehmer und Unternehmen in Schwierigkeiten zunächst ein Informationsgespräch mit der IHK führen. Danach kann der Antrag gestellt werden.

Details zum Ablauf und Antragsformulare finden Sie unter www.bayreuth.ihk.de/Coaching.htm
Das Programm „Förderung unternehmerischen Know-hows“ wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

IHK für Oberfranken Bayreuth
Matthias Keefer
Leiter Referat Wirtschaftsförderung, Existenzgründung
Tel.: 0921 886-155
E-Mail: keefer@bayreuth.ihk.de
für die kreisfreien Städte Bayreuth und Hof sowie die Landkreise Bayreuth, Hof, Kronach Kulmbach und Wunsiedel

IHK für Oberfranken Bayreuth
Klemens Jakob
Leiter Referat Wirtschaftsförderung, Unternehmensnachfolge
Tel.: 0951 91820-314
E-Mail: jakob@bayreuth.ihk.de
für die kreisfreie Stadt Bamberg sowie die Landkreise
Bamberg, Forchheim und Lichtenfels