Hochschule Hof und Raumedic

Preis für beste Master-Arbeit verliehen

Die Hauptakteure beim achten Ingenieurkolloquium (v. li. n. re.): Christian Beck (2. Platz), Thorsten Lenz (3. Platz), Raumedic-Trendscouting-Manager Dr. Thomas Ruhland, die Erstplatzierte Daniela Schön, Prof. Dr. Michael Nase, Raumedic-Personalleiterin Christina Hechtfischer und Referent Dr. Sören Grießbach.

An der Hochschule Hof wurde im Beisein von rund 70 Gästen erneut die beste Master-Arbeit der Fakultät Ingenieurwissenschaften ausgezeichnet. Der mit 1.000 Euro dotierte Raumedic-Preis ging in diesem Jahr an Masterandin Daniela Schön. Die Absolventin des Studiengangs Verbundwerkstoffe hatte die Jury mit ihrer Arbeit über drehsymmetrische Armierungsstrukturen für Lüfterräder überzeugt.

Die Preisträgerin, die ursprünglich aus Donauwörth stammt, hatte an der Hochschule Hof bereits den Bachelor-Studiengang „Innovative Textilien“ absolviert. Seit Oktober ist die 25-Jährige in der Forschung am Fraunhofer-Zentrum für Hochtemperatur-Leichtbau am Standort Münchberg tätig, wo sie sich mit dem Weben keramischer Fasern beschäftigt.

Über eine Anerkennung von jeweils 100 Euro freuten sich die frischgebackenen Masteranden Christian Beck und Thorsten Lenz. Sie hatten die zweit- und drittbesten ingenieurwissenschaftlichen Abschlussarbeiten eingereicht.

Wie bei den vorausgegangenen Ingenieurkolloquien kam auch während der achten Ausgabe der Praxisbezug nicht zu kurz. Dr. Sören Grießbach, Inhaber und Geschäftsführer der GS-PRO GmbH aus Chemnitz, referierte über Geschichte, Gegenwart und Zukunft des 3D-Drucks. Dass die Technologie für die Medizintechnik, beispielweise zur Herstellung von Kunststoffprothesen, viele Perspektiven eröffnet, daran ließ der Physiker in seinem Vortrag keinen Zweifel.

Anschließend nahm Dr. Thomas Ruhland, zuständig für Innovationsthemen bei Veranstaltungssponsor Raumedic, den Faden auf. Von ihm erfuhren die Anwesenden, dass das Medizintechnikunternehmen die 3D-Druck-Technik aktuell für die Herstellung von Funktionsmustern und Werkzeugkleinserien nutzt. „Auch in der Wirtschaft muss man immer am Ball bleiben. Mit unseren Kompetenzen in Extrusion, Spritzguss und Montage von Kunststoffbauteilen und komplexen Systemen auf der einen Seite und zukunftsträchtigen Technologien auf der anderen können wir unseren Kunden das jeweils passende Fertigungskonzept bieten“, sagte Ruhland.

Dass dafür auch gut ausgebildete Fachkräfte eine wichtige Rolle spielen, machte Raumedic-Personalchefin Christina Hechtfischer deutlich. Sie skizzierte die Wege, über die Studierende und Hochschulabsolventen beim Helmbrechtser Unternehmen einsteigen können: „Ob Praktikum, Ferienarbeit, Abschlussarbeiten, eine Werkstudententätigkeit oder der Direkteinstieg – sprechen Sie uns einfach an!“