Bundesverband der Kultur- und Kreativwirtschaft

Peripher und ganz zentral – Kreativwirtschaft im ländlichen Raum

Delegierte des Bundesverbandes für Kultur- und Kreativwirtschaft e. V. – Kreative Deutschland.

Bei der diesjährigen Jahrestagung des Bundesverbands der Kultur- und Kreativwirtschaft e. V. Kreative Deutschland kamen in Röslau im Fichtelgebirge rund 100 Kreativschaffende und Multiplikatoren aus Kultur- und Wirtschaftsförderung sowie aus Verwaltung und Politik zusammen, um Perspektiven der Branche im ländlichen Raum aufzuzeigen. Auch die IHK für Oberfranken Bayreuth war vertreten.

Bei der Kultur- und Kreativwirtschaft handelt es sich um einen Wirtschaftszweig, der sich durch eine große Vielfalt in elf Teilbranchen auszeichnet. Relativ neu ist zwar diese Clusterbildung, viele Unternehmen können jedoch auf eine lange Tradition zurückblicken, manche haben sich dagegen aufgrund neuer Technologien auf bislang unbekanntes Terrain begeben. Und: hinsichtlich der Bruttowertschöpfung liegt die Branche mit dem Maschinenbau nahezu gleich auf.

Raumpionierhafte Ansätze

Organisiert wurde die Konferenz in diesem Jahr durch das Forum Kreativwirtschaft Fichtelgebirge, einem Verbundprojekt zwischen dem KÜKO e. V. Netzwerk Kreativunternehmen Fichtelgebirge und dem Landkreis Wunseidel im Fichtelgebirge. Dieser macht bereits seit einiger Zeit mit der Standortkampagne „freiraumfürmacher“ bundesweit auf sich aufmerksam. Nun konnten sich die Gäste aus dem gesamten Bundesgebiet selbst ein Bild machen von den raumpionierhaften Ansätzen der Entwicklung der Region Fichtelgebirge.

Zukunftsweisende Modellprojekte

Nicht nur dort erhält der ländliche Raum durch die Kreativunternehmen ein komplett neues Image: „Dass wir hier in Röslau in einer stillgelegten Porzellanfabrik eine hochkarätige Tagung mit Gästen aus dem ganzen Bundesgebiet durchführen, hat für die Region Signalwirkung“, stellte Sabine Gollner, Vorsitzende des KüKo e. V., fest. Bei der Konferenz wurden zukunftsweisende Modellprojekte aus zahlreichen Bundesländern vorgestellt, die die Innovationskraft der Branche eindrucksvoll belegen. Auch die Metropolregionen können profitieren, da die gegenwärtige Raumnot in den Metropolen durch fluide Arbeitsplätze zwischen Stadt und Land, beispielsweise in Coworking Spaces, entlastet werden kann.

Dass wir hier in Röslau in einer stillgelegten Porzellanfabrik eine hochkarätige Tagung mit Gästen aus dem ganzen Bundesgebiet durchführen, hat für die Region Signalwirkung. Sabine Gollner

Keimzelle Tag der Kultur- und Kreativwirtschaft

Die Teilnehmenden waren sich einig, dass Netzwerke zur Beratung und Fortbildung für Kreativschaffende wichtig sind, um die Ansiedlung von Kreativunternehmen aktiv zu fördern. Die IHK für Oberfranken hat mit dem „Oberfränkischen Tag der Kultur- und Kreativwirtschaft“ im vergangenen Jahr bereits den Netzwerkgedanken aufgegriffen und wird gemeinsam mit den Partnern aus der Branche weiter aktiv bleiben. Es geht dabei um Austausch, Vernetzung und Interessenvertretung, aber vor allem um mehr Sichtbarkeit sowie Ideen, mit denen es gelingen kann, noch mehr Kreative und auch Unternehmen für unseren Standort zu gewinnen. Sie haben Interesse, dabei zu sein und mitzuwirken?

Sprechen Sie uns an!

IHK für Oberfranken Bayreuth
Stefan Cordes
Leiter Bereich Recht und Steuern, Justiziar
0921 886-210
cordes@bayreuth.ihk.de