Innovation.Unternehmensförderung

Patente befeuern das Wachstum von kleinen und mittleren Unternehmen

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Von allen europäischen Unternehmen zählen 99 Prozent zu den kleinen und mittleren Unternehmen, den sogenannten KMU, welche 57 Prozent des EU-Bruttoinlandsprodukts erarbeiten. Sieht man jedoch genauer hin, so stellt man fest, dass nur eine kleine Zahl besonders wachstumsstarker, meist hochinnovativer Unternehmen maßgeblich zur Wertschöpfung beiträgt. Eine neue Studie des Europäischen Patentsamts (EPA) und des Amts der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) stellt nun einen positiven Zusammenhang zwischen dem Wachstum eines KMU und dessen Nutzung von gewerblichen Schutzrechten fest. Vergleicht man das Wachstum von KMU ohne Patent-anmeldung mit jenem von KMU, die mindestens eine Patentanmeldung getätigt haben, so ergibt sich für letztere eine um 22 Prozent erhöhte Wachstumswahrscheinlichkeit in der Folgezeit. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 9 Prozent entwickeln sich KMU mit Patentaktivitäten zu einem besonders wachstumsstarken Unternehmen. Sogar jedes vierte KMU, das mindestens ein Europäisches Patent angemeldet hat und sich damit den europäischen Markt erschließen will, wird ein hohes Wachstum verzeichnen. Im Vergleich zu den KMU ohne Erfahrungen bei gewerblichen Schutzrechten wird sich jedes dritte KMU, das seine Patentaktivitäten zusätzlich mit Marken- und Designanmeldungen kombiniert, zu einem wachstumsstarken Unternehmen entwickeln.

Mit dem Förderprogramm WIPANO zielt das Bundeswirtschaftsministerium übrigens genau auf jene KMU, die noch keine Patentanmeldungen getätigt haben oder deren letzte bereits fünf Jahre oder länger zurückliegen.

Mehr dazu finden Sie unter
www.wipano.de


Die auf Englisch erhältliche Studie von EPA und EUIPO sowie die Key Findings finden Sie unter http://ihkofr.de/7z.


IHK für Oberfranken Bayreuth
Dr. Dominik P. Erhard
Stv. Bereichsleiter Innovation.Unternehmensförderung
0921 886-247
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