Innovation.Unternehmensförderung

Orientierungshilfe zur Bemessung der Recyclingfähigkeit

Im neuen Verpackungsgesetz wurde der Rahmen der Produktverantwortung um Anforderungen an ein recyclinggerechtes Design erweitert. Recyclinggerechtes Design bedeutet, dass bei der Konzeption und der Herstellung einer Verpackung eine möglichst hohe Recyclingfähigkeit der Verpackung angestrebt wird. Ziel ist es, die zur Produktion verwendeten Materialien in einem Wertstoffkreislauf zu halten, sodass aus einem Produkt oder einer Verpackung nach der Entsorgung wieder neue Materialien, optimalerweise neue Verpackungen, entstehen können. Dieses Ziel soll durch die recyclinggerechte Gestaltung von Verpackungen und die Verwendung diesbezüglicher geeigneter Materialien und Produktionsprozesse im Sinne des Verpackungsgesetzes gefördert werden. Das heißt, dass Verpackungen nach der Gebrauchsphase so vollständig wie möglich zu einem  materialgleichen Sekundärprodukt werden sollen.

Die Zentrale Stelle Verpackungsregister hat dazu eine erste Orientierungshilfe zur Bemessung der Recyclingfähigkeit von systembeteiligungspflichtigen Verpackungen veröffentlicht. Die endgültige Fassung wird dann im Einvernehmen mit dem Umweltbundesamt am
1. September 2019 erscheinen. Anhand dieser Mindeststandards können dann die Systembetreiber bei der Bemessung der Beteiligungsentgelte die grundsätzliche Recyclingfähigkeit berücksichtigen.

Die erste Priorität in der Hierarchie des Kreislaufwirtschaftsrechts ist und bleibt die Vermeidung. Das Weglassen von Verpackungsmaterialien, das Minimieren von eingesetzten Ressourcen und die Wiederverwendung sparen am meisten Geld, sind also für den Hersteller auch ökonomisch vorzugswürdig.

Die Orientierungshilfe ist im Verpackungsregister abrufbar:
http://ihkofr.de/5w

IHK für Oberfranken Bayreuth
Frank Lechner
Leiter Referat Umwelt/Energie
Tel.: 0921 886-112
E-Mail: lechner@bayreuth.ihk.de