International

Neues zur Mitarbeiterentsendung in Europa – hilfreiche Informationsquellen

Verschärfung der Sanktionen bei der Mitarbeiterentsendung in Italien
Italien hat die Sanktionen bei Pflichtverletzungen bezüglich Mitarbeiterentsendungen verschärft. Die anfallenden Geldbußen wurden dabei um 20 Prozent erhöht. Bei einer nicht gemeldeten Entsendung, spätestens einen Tag vorher, wird eine Geldstrafe in Höhe von 160 EUR bis zu 600 EUR verhängt. Sollten die erforderlichen Unterlagen, wie beispielsweise Arbeitsvertrag oder Lohnzettel, im Entsendungszeitraum sowie anschließend zwei Jahre danach nicht aufbewahrt werden, so kostet dies zusätzlich zwischen 600 EUR und 3.600 EUR pro entsandtem Mitarbeiter.

Umsetzung der überarbeiteten EU-Entsenderichtlinie in Frankreich ab 30.07. 2020
Frankreich hat mit einer Verordnung die im Jahr 2018 veröffentlichte reformierte Entsenderichtlinie 2018/957 umgesetzt. Damit werden die von entsendenden Unternehmen zu beachtenden zwingenden arbeitsrechtlichen Vorschriften, die in Art. L1262-4 Code du travail aufgezählt sind, ergänzt. Die Änderungen betreffen insbesondere die Vorschriften über die Entlohnung. Danach sind einem entsandten Arbeitnehmer künftig nicht nur der französische Mindestlohn zu bezahlen, sondern auch die in Frankreich üblichen sonstigen Lohnbestandteile. Außerdem sind einem entsandten Arbeitnehmer Zusatzkosten zu erstatten, beispielsweise im Hinblick auf den Transport oder die Verpflegung und Unterkunft.

Darüber hinaus gelten kürzere Fristen für eine Entsendung. Diese ist künftig nur noch bis 12 Monate möglich und kann einmalig um sechs Monate verlängert werden. Ab dem 13. Monat einer Entsendung unterliegt der Arbeitnehmer dem vollständigen französischen Arbeitsrecht mit Ausnahme einiger Vorschriften zum Arbeitsvertragsrecht. Wird ein entsandter Arbeitnehmer innerhalb der 12 Monate durch einen anderen Arbeitnehmer ersetzt, werden die Entsendungsmonate beider Arbeitnehmer zusammengerechnet.
(Quelle: gtai)

Neuer Lohnrechner für die Schweiz
Mit diesem Lohnrechner soll es insbesondere Entsendefirmen aus dem Ausland erleichtert werden, den richtigen orts-, berufs- und branchenüblichen Lohn in der Schweiz zu bestimmen.

Ausländische Unternehmen sind bei der Entsendung von Mitarbeitern an die zwingenden arbeitsrechtlichen Vorschriften in der Schweiz gebunden. Dazu gehört auch der Mindestlohn. Dieser ist jedoch nicht immer leicht zu errechnen. Denn in der Schweiz gibt es keinen allgemeinen gültigen gesetzlichen Mindestlohn. Dieser ergibt sich für einige Branchen aus Gesamtarbeitsverträgen. Teilweise wird er jedoch nach dem berufs- und branchenüblichen Lohn errechnet. Hinzu kommt, dass es in den einzelnen Kantonen unterschiedliche Regelungen für verschiedene
Berufsgruppen gibt. Um die entsendenden Unternehmen zu unterstützen, gab es bisher bereits einen Mindestlohnrechner, der nun durch den nationalen Lohnrechner ergänzt wird.
(Quelle: gtai)

www.entsendung.admin.ch/Lohnrechner/home

Der „Dienstleistungskompass“ – Ihr Informationsportal für die Mitarbeiterentsendung in Europa
Die wichtigsten rechtlichen Grundlagen, Informationen zu Meldepflichten, mitzuführenden Dokumenten und einiges mehr für die Entsendung von Mitarbeitern in 14 Mitgliedsländer der EU und die Schweiz können Sie in diesem Portal recherchieren und sich individuell zusammenstellen.

www.dienstleistungskompass.eu

Gern beantworten wir Ihnen individuelle Fragen, auch zu anderen Mitgliedsländern der EU.