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Mit Zuschüssen aus dem Programm „Go International“ weltweit erfolgreich

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Neue internationale Märkte erschließen – für viele Unternehmen ist das eine interessante Option, ihre Geschäfte zu erweitern. Aber es braucht Know-how, Zeit und auch Geld, um in Auslandsmärkten erfolgreich zu sein. Insbesondere kleinere Unternehmen stellt das manchmal vor Probleme. Um diese zu überwinden gibt es Unterstützung:

Sie haben einen interessanten Markt im Ausland gefunden, in dem Sie noch nicht aktiv sind?

Über geeignete Messen haben Sie sich schon informiert. Eine Marktstudie wäre vorab sinnvoll. Nach Vertriebspartnern vor Ort möchten Sie sich umsehen. Eine für das Land angepasste Webseite sowie entsprechende Werbematerialien sind für den Markteinstieg unerlässlich. Die Anmeldung eines Designs, einer Marke oder eines Patents ist ebenfalls wichtig. Sie brauchen rechtliche oder steuerliche Beratung oder Dolmetscher für Vertragsverhandlungen? Und ihre
Mitarbeiter sollen ihre Sprachkenntnisse auffrischen oder Know-how in der Abwicklung von Auslandsgeschäften vertiefen?

Für alle diese Maßnahmen gibt es nach längerer Pause wieder Zuschüsse aus dem Förderprogramm „Go International“, in Oberfranken in Höhe von 30?% oder 50?% der förderfähigen Kosten, abhängig vom Sitz des Unternehmens. Maximal 20.000 Euro Fördermittel können, pro Antrag gewährt werden.

Nicht gefördert werden Personal-, Reise- und Sachkosten sowie Investitionen.

Was Sie noch wissen sollten:

Die Erschließung von höchstens zwei neuen internationalen Märkten ist förderfähig. Erst wenn ein Vorhaben innerhalb von 12 Monaten abgeschlossen und bis spätestens 18 Monate nach Beginn der Zuwendungsfrist abgerechnet ist, kann ein neuer Antrag gestellt werden.

Weitere Details zur Antragstellung erläutern wir Ihnen gern im persönlichen Gespräch. Auch besprechen wir mit Ihnen das weitere Vorgehen und, ob es eventuell weitere oder andere Fördermöglichkeiten für Ihr Projekt gibt. Die Antragsformulare erhalten Sie ebenfalls im Bereich International Ihrer IHK.

Allgemeine Informationen zum Programm „Go international“ finden Sie hier: http://ihkofr.de/9p
Mehr zu weiteren Fördermöglichkeiten für Ihr Auslandsgeschäft lesen Sie auf unserer Webseite: http://ihkofr.de/9q

Was ein oberfränkischer Unternehmer über das Förderprogramm „Go international“ sagt:

Jörg de Signier, Geschäftsführer der atlas diamant GmbH, Wunsiedel.

„ Aus eigener Manufaktur im Fichtelgebirge entwickeln und fertigen wir metallgebundene Diamantwerkzeuge für kundenspezifische Spezialanwendungen, beispielsweise für die Bauindustrie. Wir beliefern Kunden bereits in 14 Ländern und wollen weitere Märkte erschließen.

Durch die IHK in Bayreuth sind wir auf das von der EU kofinanzierte Förderprogramm, „Export Bavaria 3.0 – Go International“, aufmerksam geworden. Mit Zuschüssen aus diesem Programm konnten wir unser Unternehmen im europäischen Markenregister registrieren. Des Wei­te­ren wurden auf europäischer Basis mehrere Schutzrechte angemeldet. Die sprachliche Erweiterung der Marketingartikel sowie der Anwendungsvideos und die Übersetzung der Homepage runden unsere Aktivitäten im Rahmen des EFRE-Förderprogramms ab. Somit können sich Kunden leichter über unsere Produkte und Dienstleistungen informieren und mit uns in Kontakt treten.

Ohne ,Go International‘ hätten wir als kleineres Unternehmen das nicht so schnell geschafft. Dank der Hilfe des Teams des Bereichs International der IHK Bayreuth haben wir auch die unvermeidbare Bürokratie bei der Antragsstellung gemeistert. Dabei stand uns das Team um Frau Franke und Frau Kern stets mit Rat und Tat zur Seite. Gerade für kleinere Unternehmen ist eine solche Unterstützung sehr wertvoll.“

Mit Global Sourcing fit für die Zukunft

„Der Gewinn liegt im Einkauf“, besagt eine alte Kaufmannsregel. Jeden Euro, den Sie im Einkauf sparen, muss Ihr Vertrieb schließlich gar nicht erst verdienen. Kosteneinsparungen bei der Beschaffung schlagen deshalb immer unmittelbar und positiv auf Ihr Betriebsergebnis durch. Allerdings ist der Einkauf heute globaler ausgerichtet denn je. Da sich auf internationalen Beschaffungsmärkten große Kostenvorteile realisieren lassen, setzen zwei von drei Großunternehmen heute fest auf Global Sourcing. Kleine und mittelgroße Unternehmen kaufen dagegen meist nur bedarfsweise im Ausland ein. Global Sourcing ist für sie oft noch keine fest verankerte Einkaufsstrategie.

Dass bayerische Unternehmen Jahr für Jahr neue Rekorde im Export erzielen, ist bekannt. Doch wussten Sie, dass die Importe viel dynamischer steigen? Ein Trend, der sich auch deutschlandweit bemerkbar macht: 2017 sank der Handelsbilanzüberschuss zum ersten Mal seit acht Jahren: Mit 1,034 Billiarden Euro erhöhten sich die Einfuhren um 8,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr, die Exporte legten um 6,3 Prozent auf 1,279 Billionen Euro zu.

Vielfältige Tipps von Experten und Unternehmern, wie Sie diese alte Kaufmannsregel erfolgreich für Ihre unternehmerische Praxis nutzen können, finden Sie im neuen Außenwirtschaftsportal der Bayerischen IHKs und HWKs „weltweit-erfolgreich.bayern“. Auch Hinweise auf Veranstaltungen und Serviceangebote der deutschen Auslandshandelskammern können Sie hier recherchieren: http://ihkofr.de/9r

IHK für Oberfranken Bayreuth
Cornelia Kern
Leiterin Referat EU-Fragen/
Kooperationsprogramme
0921 886-152
kern@bayreuth.ihk.de