IBC SOLAR und Naturawall

Kommunalvertreter informieren sich über neuartigen Solar-Lärmschutzwall

Ein Lärmschutzwall, der Strom machen kann, kommt von IBC SOLAR und Naturawall.Ein Lärmschutzwall, der Strom machen kann, kommt von IBC SOLAR und Naturawall.

Das Bad Staffelsteiner Solarunternehmen IBC SOLAR und Naturawall, ein Hersteller von Lärmschutzlösungen aus Rosenheim, haben auf Einladung der Stadt Lichtenfels 18 Vertretern umliegender Kommunen eine neuartige Lärmschutzwand mit Solarmodulen vorgestellt. Die Stadt plant, die stromproduzierende Lärmschutzlösung im Neubaugebiet Reundorf einzusetzen. Ein Prototyp ist auf dem Testgelände von IBC SOLAR in Bad Staffelstein aufgebaut. Zusammen mit Vertretern aus sieben umliegenden Kommunen haben Lichtenfels‘ Erster Bürgermeister Andreas Hügerich, Tiefbauamtsleiter Georg Deuerling und Bauamtsleiter Gerhard Pülz sich am vergangenen Donnerstag in Bad Staffelstein ein Bild von der innovativen Lärmschutzlösung gemacht. Die begrünbare Lärmschutzwand kann mit Solarmodulen bestückt und damit auch zur Produktion von grünem Strom genutzt werden. Auf diese Weise werden kleinteilige, anderweitig nicht nutzbare Flächen entlang von Verkehrswegen wirtschaftlich aufgewertet. Die Lärmschutzwirkung wird durch die Solarmodule nicht gemindert. Auch staatlich werden solche innovativen Maßnahmen zur Stromerzeugung gefördert: Pro produzierte und ins öffentliche Netz eingespeiste Kilowattstunde erhält der Betreiber aktuell 10,68 Cent Einspeisevergütung der Kategorie „Lärmschutzwand“. Diese liegt deutlich über dem aktuellen Einspeisetarif für Solarparks, die auf Äckern oder Industrieflächen errichtet werden. Udo Möhrstedt von IBC SOLAR rechnet damit, dass sich der in Reundorf geplante Solar-Lärmschutzwall innerhalb von zehn bis elf Jahren amortisiert. Danach fließen die Einnahmen als Nettogewinn direkt an die Kommune. Die Solar-Lärmschutzwand wurde von IBC SOLAR und Naturawall gemeinsam entwickelt. Die Stadt Lichtenfels plant, die Lösung im kommenden Jahr im neuen Baugebiet Reundorf einzusetzen. Dort könnte auf einer Länge von 280 Metern entlang der Bahnlinie Lichtenfels-Bamberg ein Solarwall mit 200 Kilowattpeak Leistung entstehen. Dieser würde rechnerisch genügend Strom für die jährliche Versorgung von rund 50 Haushalten bereitzustellen.