Innovation.Unternehmensförderung

Klimawandel im Ausland trifft auch die deutsche Wirtschaft

Die extreme Dürre 2018 hat vielen Unternehmen schmerzlich gezeigt, dass der Klimawandel auch in Deutschland schon jetzt große wirtschaftliche Auswirkungen hat. Dazu zählen Dürren und Hitzeperioden ebenso wie Überschwemmungen und Starkregen. Extremwetterereignisse in anderen Weltregionen können aber auch bei uns mit erheblichen wirtschaftlichen Schäden durchschlagen. Insbesondere Deutschland hat zahlreiche internationale Handelsverflechtungen. Wertschöpfungsketten ziehen sich über viele Kontinente. Oft gibt es nur wenige strategische Lieferanten, die bei Ausfall nur schwer ersetzbar sind. So mussten 2018 die japanischen Firmen Mazda, Daihatsu, Mitsubishi und Nissan wegen sintflutartigem Regen die Produktionen für einige Tage einstellen. Denn die Sicherheit der Arbeiter war gefährdet und die Lieferketten wurden unterbrochen. Auch der Export kann zurückgehen, wenn Absatzländer mehr für die Bewältigung von Schäden ausgeben müssen.

Diesen Sachverhalt hat das Umweltbundesamt aufgegriffen und in einer Studie erstmals Klimarisiken im Rahmen der internationalen Handelsverflechtungen untersucht. Demnach werden die Risiken aus Klimafolgen im Ausland für die deutsche Wirtschaft mindestens so groß sein wie aus jenen im Inland.


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IHK für Oberfranken Bayreuth
Frank Lechner
Leiter Referat Umwelt/Energie
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