REHAU und Neue Materialien Bayreuth

Industrieller 3-D-Druck vom Bayerischen Wirtschaftsministerium gefördert

Sieben Verbundvorhaben erhalten rund 5 Millionen Euro Landesmittel als Förderung. Egal ob Bauteile, Schuhe oder ganze Häuser: All diese Produkte können heute aus dem 3-D-Drucker kommen – die Technologie bietet schier endlose Möglichkeiten. Während der 3-D-Druck, auch Additive Fertigung genannt, bereits häufig beim Prototypenbau sowie für Kleinserien eingesetzt wird, steckt sein Einsatz in der Massenproduktion oder bei der Herstellung großer Bauteile noch in den Kinderschuhen. Hier setzt der Förderschwerpunkt „Industrieller 3-D-Druck“ des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie an: Gefördert werden Verbundprojekte, die sich mit Technologien rund um den industriellen Einsatz des 3-D-Drucks beschäftigen, beispielsweise mit der Entwicklung neuer Werkstoffe. Hierfür stellt der Freistaat rund 5 Millionen Euro für insgesamt sieben Projekte zur Verfügung.

Eines der sieben geförderten Projekte stammt aus Oberfranken. Der Polymerverarbeiter REHAU und die Forschungseinrichtung Neue Materialien Bayreuth GmbH erforschen gemeinsam die Herstellung von Großformteilen mittels 3-D-Druck; bisher werden vorrangig kleine Bauteile auf diese Weise hergestellt. Ziel des Forschungsprojekts „InduLAAM“ (Untersuchungen zur industriellen Herstellbarkeit individueller Großformteile durch Large Area Additive Manufacturing) ist es, Lösungen zu erarbeiten, die eine wirtschaftliche Herstellung vielfältiger und individueller Kunststoffprodukte im Großformat mittels 3-D-Druck ermöglichen. Das Projekt soll Mitte 2022 abgeschlossen werden. Die Neue Materialien Bayreuth GmbH plant, die Ergebnisse in zukünftige Forschungsarbeiten zum Thema großvolumiger 3-D-Druck einfließen zu lassen. REHAU wiederum möchte die Ergebnisse in die werkzeuglose Fertigung neuer Produkte überführen.

Die bei der Bayern Innovativ GmbH angesiedelte Koordinierungsstelle Addi­­tive Fertigung vernetzt als Knotenpunkt alle Kompetenzträger sowie Neueinsteiger im 3-D-Druck und verknüpft Aktivitäten rund um das Zukunftsthema. Ziel ist es, die Technologieführerschaft Bayerns auszubauen. Die Koordinierungsstelle will insbesondere dem Mittelstand den Einstieg in die Additive Fertigung ermöglichen. www.additive-bavaria.de