Bird

In Bamberg kommen zum ersten Mal in Deutschland E-Scooter in den Straßenverkehr

Ein E-Scooter Bird vor „Klein Venedig“ in Bamberg.

Im oberfränkischen Bamberg wurden deutschlandweit die ersten E-Scooter für den Straßenverkehr zugelassen. Auf Basis einer Sondergenehmigung wurde der Testbetrieb für 15 Fahrzeuge des E-Scooter-Sharing-Marktführers Bird gestartet. Mit dem Test wollen die Stadtwerke Bamberg Erfahrungen sammeln, ob ein kombiniertes Angebot aus ÖPNV und Elektrotretrollern die Bürger dazu bewegt, auf Fahrten mit dem eigenen Auto zu verzichten. Der Test findet noch vor der offiziellen Zulassung von E-Scootern für den bundesweiten Straßenverkehr statt, die voraussichtlich im Sommer erfolgen soll. Die Bamberger Testfahrer werden die Bird-E-Scooter auf Radwegen, Radfahrstreifen und Fahrradstraßen ausprobieren. Sind solche nicht vorhanden, darf auf Fahrbahnen oder in verkehrsberuhigten Bereichen gefahren werden. Die Fahrzeuge sind auf eine Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h begrenzt. Alle Benutzer müssen bestätigen, dass sie volljährig sind und einen Führerschein der Klasse B (Pkw bis 3,5 Tonnen) besitzen. Die Sondergenehmigung schreibt vor, dass die Testfahrer einen Fahrradhelm tragen müssen. Ist dieser Feldtest erfolgreich, soll das Projekt in die Pilotphase übergehen. Sobald die Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung voraussichtlich im Sommer deutschlandweit das Fahren von E-Scootern erlaubt, sollen in der Domstadt 100 Fahrzeuge über die kostenlose Bird-App ausgeliehen werden können. In der App werden die nächsten E-Scooter angezeigt, der Bird-Nutzer kann das Fahrzeug über sein Smartphone entsperren und zum gewünschten Ziel fahren. Nach Beendigung der Fahrt muss das Fahrzeug an einem sicheren Ort behinderungsfrei abgestellt werden. In dieser Pilotphase wird ein Startpreis von einem Euro sowie 15 Cent pro Minute fällig, die Kosten werden über die App abgerechnet. Damit ist Bamberg die erste Stadt in Deutschland, in der Scooter als neue Form der Mobilität etabliert werden.