International

In Afrika liegen Märkte der Zukunft

Prof. Dr. Gabriel Felbermayr, Präsident des Instituts für Weltwirtschaft Kiel, bei seinem Eröffnungsvortrag auf dem „Afrika-Forum Bayern“.

Das bestätigte Prof. Dr. Gabriel Felbermayr, Präsident des Instituts für Weltwirtschaft Kiel und Mitautor der ifo-Studie „Wachstumsmärkte in Afrika für die Bayerische Wirtschaft“, in seinem Eröffnungsvortrag des „Afrika-Forums Bayern“, das am 25. Juli 2019 in den Räumlichkeiten der Messe München stattfand. Auch die anderen Referenten aus Unternehmen und Auslandshandelskammern auf dem afrikanischen Kontinent untermauerten diese These durch ihre eigenen Erfahrungen. Es braucht ein offenes Auge für die Chancen, die sich für deutsche Unternehmen in aufstrebenden Ländern – nicht nur im südlichen Afrika – zunehmend bieten. Steigende Kaufkraft einer sich entwickelnden Mittelschicht, ein aufstrebendes Unternehmertum, das zunehmend Maschinen und Ausrüstungen und technisches Know-how nachfragt, ein wachsendes Umweltbewusstsein, rasante Entwicklungen bei Informations- und Kommunikationstechnologien – das sind nur einige Tendenzen, die Möglichkeiten für Investitionen und Kooperationen auch außerhalb internationaler Lieferketten bieten. Aber für kurzfristige, nur auf Gewinn ausgerichtete Geschäfte, sind afrikanische Staaten kaum geeignet. Es bedarf einer längerfristigen strategischen Herangehensweise im Unternehmen und eines tiefen Verständnisses für die interkulturellen Besonderheiten der mehr als 50 Länder des Kontinents. Viel Zeit und persönliches Engagement, um Vertrauen aufzubauen, der Wille, eine für beide Seiten vorteilhafte Basis der Zusammenarbeit zu gestalten, und auch die notwendigen personellen und finanziellen Ressourcen sind Voraussetzungen, um in Afrika Fuß zu fassen. Das zeigten die intensiven Diskussionen unter den zahlreichen Teilnehmern des Afrika-Forums.

Alle Vorträge stehen zum Nachlesen auf der Homepage des Forums:
www.afrika-forum.bayern/

IHK für Oberfranken Bayreuth
Cornelia Kern
Leiterin Referat EU-Fragen/
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