LAMILUX

Grundsteinlegung der Betriebskita „LamiKita“ in Rehau

Die Unternehmerfamilie bei der Grundsteinlegung der Betriebskita (v. li.): Alexander Strunz, Dr. Dorothee Strunz, Dr. Heinrich Strunz und Johanna Strunz.

Noch ein Jahr, dann soll in Rehau die LamiKita öffnen – die Betriebskita der Firma LAMILUX, die als einzige ihrer Art allen Kindern der Region offenstehen wird. Jetzt lud die Familie Strunz – die Initiatorin der Kita – zur feierlichen Grundsteinlegung, bei der auch eine Zeitkapsel in das Mauerwerk des Neubaus integriert wurde.

Kinder sollen ihre eigenen Fähigkeiten durch unsere Förderung erfahren können: im naturwissenschaftlich-technischen Bereich, im sportlichen, im musischen und im künstlerischen. Die Strunz Stiftung wird es dauerhaft als ihre Aufgabe sehen, hier besondere Angebote zu fördern und zu ermöglichen. Dr. Dorothee Strunz

Finanziell getragen wird das Projekt von der Strunz Stiftung, die 2009 ins Leben gerufen wurde und zum Ziel hat, die Region und ihre Menschen nachhaltig zu unterstützen und zu fördern. „Die Menschen sind es, warum wir heute hier stehen und warum ein Industrieunternehmen und eine Kita unbedingt zusammenpassen. Wir sehen die Kita als Commitment für Hochfranken und für den Standort Rehau und wollen damit dessen Attraktivität noch weiter steigern“, sagte Geschäftsführer Dr. Heinrich Strunz in seiner Begrüßung.

Auch Dr. Dorothee Strunz ging in ihrer Rede auf die Aufgabe der Stiftung bezüglich der Kita ein: „Kinder sollen ihre eigenen Fähigkeiten durch unsere Förderung erfahren können: im naturwissenschaftlich-technischen Bereich, im sportlichen, im musischen und im künstlerischen. Die Strunz Stiftung wird es dauerhaft als ihre Aufgabe sehen, hier besondere Angebote zu fördern und zu ermöglichen.“ Das Familienunternehmen LAMILUX ist somit das erste Unternehmen Hochfrankens, das in dieser Weise in die Bildung und Erziehung von Vorschulkindern investiert.

Gemeinsam mit ihren Kindern setzten die Eheleute Strunz eine Zeitkapsel im späteren Eingang der Kita ein. Sie soll in 25 Jahren bei einem großen Fest geöffnet werden und an die Anfänge, die Entwicklung und die Treiber der Einrichtung erinnern.

Regional einmaliges pädagogisches Konzept

Dr. Dorothee Strunz erklärte zudem das besondere pädagogische Konzept der Kita: „Es wird nicht darum gehen, den Kindern möglichst früh Lesen und Schreiben beizubringen. Das ist der Schule vorbehalten und das werden die Kinder dort auch sehr schnell lernen, wenn wir in unserer Kita vor allem ihre sozialen und emotionalen Fähigkeiten fördern. Aber auch ihren Entdeckungsdrang, den Drang, Dinge zu verstehen und den Wunsch der Kinder nach Erleben der eigenen Kräfte, der eigenen Möglichkeiten, der eigenen Kreativität – all das soll bestmöglich gefördert werden.“ Gerade im Kontext einer sich verändernden Gesellschaft und Arbeitswelt mit künstlicher Intelligenz und Robotik seien das Verstehen und die Kreativität die Eigenschaften, die den Menschen auszeichnen und von jeder Technologie abheben.

Drei Hauptrollen: Kinder, Mitarbeiter, Eltern

Initiatorin Dr. Dorothee Strunz betonte unter anderem auch die herausragende Bedeutung der Mitarbeiter in der Kita: „Von ihrer Motivation, ihrer Kompetenz und ihrem erfolgreichen Wirken wird es abhängen, ob wir dieses anspruchsvolle Konzept verwirklichen können. Wir sind glücklich, dass wir mit diesem großzügigen Bau sehr gute Voraussetzungen dafür schaffen können.“

Für die Mitarbeiter soll in der Kita eine besondere Wahrnehmungs- und Anerkennungskultur herrschen, wobei sie sich in ihren Fähigkeiten und Interessen bestmöglich entfalten können. Die Kultur soll geprägt sein von offener Kommunikation und Aussprache sowie dem Verständnis als lernende Kita, das heißt der ständigen Weiterentwicklung des pädagogischen Konzepts. Vor allem sollen die Erzieher aber auch als Autoritäten verstanden werden, deren Bedürfnisse auch die Eltern wahrnehmen.

Denn gerade auch die Eltern werden in der Tagesstätte eine wichtige Rolle einnehmen, so Dr. Dorothee Strunz: „Die Kita soll Eltern entlasten, aber nicht befreien von dem Impuls, sich sehr aktiv in die Kita einzubringen. Je mehr Eltern heute berufstätig sind, desto mehr muss die Kita Ersatz sein für Familie. Familienersatz, der Geborgenheit, Orientierung und emotionale Sicherheit vermittelt. Eine Art neue Großfamilie, die aber nur funktionieren kann, wenn sich das familiäre Leben der Eltern mit dem familiären Leben der Kita vernetzt. Eltern gestalten daher die Kita aktiv mit, damit nicht zwei parallele Welten entstehen und für das einzelne Kind Sicherheit, Orientierung und Geborgenheit geschaffen werden kann.“