Universität Bayreuth

Fakultät für die Lebenswissenschaften in Kulmbach eröffnet

Kulmbachs Oberbürgermeister Henry Schramm schenkte einen jungen Baum als Sinnbild für das Wachstum der neuen Fakultät VII (v. li.): Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz, Landrat Klaus Peter Söllner, Bezirkstagspräsident OB Henry Schramm, Universitätskanzler Dr. Markus Zanner, Staatsminister Bernd Sibler, Gründungsdekan Prof. Dr. Stephan Clemens und Universitätspräsident Prof. Dr. Stefan Leible.

Begleitet von hochkarätigen Vorträgen und prominenten Glückwünschen wurde in Kulmbach die Fakultät VII für Lebenswissenschaften: Lebensmittel, Ernährung und Gesundheit der Universität Bayreuth feierlich eröffnet. „Hier ergibt sich eine echte Win-win-Si­tu­a­ti­on: Sowohl die Universität als auch die gesamte Region Oberfranken profitieren von dem neuen Hochschulangebot“, sagte Wissenschaftsminister Bernd Sibler bei der Veranstaltung. Bis 2025 sollen in Kulmbach bis zu 1.000 junge Menschen studieren und 22 Professuren etabliert werden. Forschungsfragen sind die kausalen Zusammenhänge zwischen Krankheitsrisiko und Lebensweise, der Einfluss von individuellen, kulturellen oder sozioökonomischen Faktoren auf die Gesundheit und die Versorgung der Menschen mit gesunden Lebensmitteln.

„Wir sind glücklich und stolz, dass wir heute unsere siebte Fakultät für Lebenswissenschaften: Lebensmittel, Ernährung und Gesundheit, den Campus Kulmbach der Universität Bayreuth eröffnen können“, sagte Universitätspräsident Prof. Dr. Stefan Leible. „Von der Idee bis zu diesem Tag sind nur 21 Monate vergangen. In dieser kurzen Zeit haben wir die relevanten Player an einen Tisch geholt, Konzepte entwickelt und die internationale Forschungslandschaft einbezogen. Was dabei herauskam, kann sich sehen lassen!“ Damit spielte Leible auch auf die konkreten Studiengänge an, die in Kulmbach angeboten werden sollen und die es so an keiner anderen Universität in Deutschland gibt. Dies sind: der Master „Food Quality and Safety“ (englischsprachig, Start bereits im Oktober 2020), thematisch maßgeschneidert für Kulmbach als Standort von Industrie, Bundes-Instituten (Max-Rubner-Institut sowie das neu gegründete Institut für authentische Lebensmittel) und Bayerische Behörden (z. B. KErn, Bayerische Kontrollbehörde für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen) im Bereich Lebensmittel.

Diese Interdisziplinarität und fachliche Tiefe lobte auch Bernd Sibler, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst: „Kulmbach ist als Hot Spot in Sachen Ernährung und Lebensmittel der ideale Standort für die Errichtung einer lebenswissenschaftlichen Fakultät der Universität Bayreuth auf einem eigenen Hochschulcampus. Die beteiligten Akteure haben mit einem schlüssigen Gesamtkonzept und großem Engagement die hohen Anforderungen an eine Teilstandorterrichtung im universitären Bereich erfüllt.

„Die Eröffnung der Fakultät ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Universitätsstadt Kulmbach“, sagte Henry Schramm, Oberbürgermeister der Stadt Kulmbach und Bezirkstagspräsident, und betonte: „Die Bayerische Staatsregierung hat mit ihren Beschlüssen zum Uni-Campus Kulmbach weitreichende positive Impulse für die ganze Region auf den Weg gebracht. Dafür sind wir überaus dankbar. Mit unseren starken Playern in Lebensmittelwirtschaft und -handwerk sowie den bereits vor Ort tätigen hochklassigen Forschungseinrichtungen bietet Kulmbach ein optimales Umfeld für die inhaltliche Ausrichtung der Fakultät. Jetzt heißt es für uns alle: Weiter gemeinsam hart arbeiten, damit dieses Jahrhundertprojekt für Kulmbach gelingt.“

Die Eröffnung der Fakultät ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Universitätsstadt Kulmbach. -OB Henry Schramm-

Prof. Dr. Stephan Clemens, Gründungsdekan der Fakultät VII, sagte bei der Veranstaltung: „Wir möchten mit dieser Fakultät neue Wege gehen. Ganz unterschiedliche Fächer von der Biochemie bis zur Soziologie sollen gemeinsam an Fragen arbeiten, die zu den großen globalen Herausforderungen gehören: Wie versorgen wir möglichst alle Menschen mit qualitativ hochwertigen, gesunden Lebensmitteln? Und wie können wir die rasante Zunahme von Zivilisationskrankheiten wie Diabetes bremsen, deren Ursachen zu einem erheblichen Teil in unserer Ernährung, generell unserer Lebensweise liegen? In der Lehre wollen wir möglichst international werden, vor allem englischsprachige, interdisziplinäre Studiengänge entwickeln und so attraktive Ausbildung für Studierende aus der ganzen Welt anbieten. Dieses ambitionierte Projekt erfährt in Kulmbach und der ganzen Region viel Unterstützung und Ermutigung, für die wir sehr dankbar sind. Eine Aufbruchsstimmung ist deutlich zu spüren und wir freuen uns alle darauf, die Pläne gemeinsam mit vielen Menschen hier vor Ort Schritt für Schritt umzusetzen.“