Europäisches Flakonglasmuseum

55.555 Besucher besucht das Glasmuseum in Kleintettau

Von links: Anneliese Vogt, Monsieur Guerlain und Veronika Mönch schnuppern sich in die Welt von Haute Couture und Sinnlichkeit ein.

Veronika Mönch aus Sonnefeld und ihre beste Freundin Anneliese Vogt aus Schesslitz hatten im Oktober letzten Jahres kurz im Flakonglasmuseum Rast gemacht und wollten sich lediglich nach dem Weg zum Tropenhaus Klein-Eden erkundigen. Daraus wurde allerdings so schnell nichts, denn mit großen Augen und fast sprachlos wurden ihnen die Hände von der Museumsmitarbeiterin Sabine Thalmeyer zur Gratulation gereicht. Wer hätte denn auch vermutet, dass sich ein spontaner Museumsbesuch dermaßen lohnt und der wöchentliche „Freundinnen-Ausflug“ als 55.555.
Besucher des Europäischen Flakonglasmuseums beginnen würde?! Für den Frühling hatten die beiden Überraschungsgäste beschlossen, wiederzukommen, um ihren Gewinn bei Sonne und frischem Grün einzulösen. Am 25. April war es dann schließlich so weit, die beiden Gewinner wurden vom französischen Parfüm-Pionier des 19. Jahrhunderts, Pierre-François Pascal Guerlain, mit gebotener Etikette im „Reich des gläsernen Flakons“ in Empfang genommen. Mit französischem Sa­voir-vi­v­re geleitete Museumsleiter Sandro Welsch in seiner Kostümführung die beiden Damen durch die „Haute Couture der Sinnenverführung“. Was man da über die Schönen und Mächtigen, von Kleopatra bis hin zum Ausnahme-Couturier Jean Paul Gaultier zu hören bekam, erstaunte nicht wenig. Selbst die Lachmuskeln kamen nicht zu kurz – selbstverständlich mit gebotener Contenance, versteht sich. Aber nicht nur die Ohren und die Augen, sondern auch die Nasen wurden beansprucht, die am ältesten, aus Ägypten stammenden Parfüm der Welt schnuppern durften.

Nach so viel positiver Aufregung sorgte das Candle-Light-Dinner in der Tettauer Erlebnisgastronomie Anno Domini für einen entspannten Abend, das mit einem ebenfalls die Sinne ansprechenden Mehrgänge-Menü den Gaumen verwöhnte. Mit einer kurzen Fahrt durch den Frankenwald neigte sich der sonnige Tag schließlich dem Ende entgegen. Stilgerecht gebettet schliefen die beiden Museumsgäste im Antikhotel Steinbacher Hof ein, voll von sinnlichen Erlebnissen und traumhaften Eindrücken vom thüringisch-fränkischen Rennsteig.