Ereignisreiche Zeitreise über 125 Jahre

Meilensteine in der Geschichte der bilateralen Auslandshandelskammern (AHK)

Weltweiter Handel: Die Weltausstellung in Brüssel war 1897 eine wichtige Wegmarke in Richtung fortschreitender Globalisierung des Handels. Deutsche Kaufleute hatten dort drei Jahre zuvor die „Chambre de Commerce Belgo-Allemande“ gegründet – auch um im Messe- und Ausstellungswesen international ganz vorne dabei zu sein. Brüssel ist damit der erste „Knotenpunkt“ im AHK-Netzwerk.

Wechselvolle Zeiten: Zu Beginn des 20. Jahrhunderts folgten viele weitere Kammern, sowohl in den europäischen Nachbarstaaten als auch beispielsweise in Zentral- und Südamerika. Mit dem Ersten Weltkrieg rissen etliche der global geknüpften Wirtschaftsbeziehungen. Im Herbst 1924 gründeten die Auslandshandelskammern ein gemeinsames Netzwerk. Mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs allerdings stellten die meisten AHKs ihre Arbeit ein.

Gelungener Neustart: Im Rahmen des Wiederaufbaus kam es auch zu den ersten Neugründungen jenseits der Grenze: Den Anfang machten die AHK Italien und die AHK New York. Die wachsende Zahl an Delegationen vor Ort hatte mit finanziellen Problemen zu kämpfen. Das änderte sich Ende der 1960er-Jahre, als die Bundesregierung begann, die Kammern stärker zu fördern.

Aktiver Austausch: Die Exporte deutscher Unternehmen entwickelten sich – ungeachtet der Ölkrise im Jahre 1973 – rasant. Das galt auch für den Handel in den Ostblock. Doch dort war es damals schwierig, AHKs zu gründen. Das änderte sich grundlegend mit dem Fall der Mauer und der deutschen Wiedervereinigung.

Gestärktes Netz: Mit dem Start ins neue Jahrtausend bauten die weltweit tätigen AHKs seinen Service für Unternehmen aus und führten 2005 die Beratungsmarke DEinternational ein. Koordiniert vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat sich das Netz der AHKs mit ihren mittlerweile mehr als 140 Standorten in 92 Ländern sowie die Zusammenarbeit mit den deutschlandweit 79 Industrie- und Handelskammern (IHK) kontinuierlich verstärkt.