Innovation.Unternehmensförderung

Ein Jahr Europäische Batterieallianz: Bilanz und Ausblick

Die Europäische Kommission zeigt sich zufrieden mit dem bisher Erreichten und kündigt für die nächsten Monate unter anderem Vorschriften für die nachhaltige Zellproduktion an.

Neue digitale Technologien, die Abwendung von fossilen Brennstoffen und die Zuwendung zu erneuerbaren Energien wird Experten zufolge den europaweiten Strombedarf in den nächsten Jahren ansteigen lassen. Ein Problem dabei stellt die Speicherung der Energie dar, entsprechend werden auch in Zukunft Batterien elementare Bestandteile der industriellen Wertschöpfungsketten sein. Die Europäische Batterieallianz ist dafür ein zentrales Forum für Gespräche zwischen Mitgliedstaaten, Kommission und den jeweiligen Industrieunternehmen.

Die Europäische Kommission hat ein Jahr nach der Gründung der sog. „Battery Alliance“ am 15. Oktober eine positive Zwischenbilanz gezogen. Bei der Umsetzung des strategischen Aktionsplans für Batterien (http://ihkofr.de/5n) aus dem Mai 2018 seien bereits viele Fortschritte gemacht worden. Konkret verweist die Europäische Kommission auf die neue Eco-Design-Verordnung bezüglich der Leistung und Nachhaltigkeit von Batterien, die sich aktuell in der Entwicklung befände. Bis Ende des Jahres soll die Evaluierung der EU-Batterierichtlinie vorliegen. Eine erste Studie hierzu wird Ende Oktober erwartet. Die Batterierichtlinie regelt u. a. die Sammlung von Altbatterien und Recyclingquoten.

Für den 24. Januar 2019 kündigt die Brüsseler Behörde zudem eine Ausschreibung für Forschungsprojekte zu Batterien an. Das vorgesehene Budget beläuft sich auf 114 Millionen Euro. Im Jahr 2020 sollen dann weitere Projekte mit bis zu 70 Millionen Euro gefördert werden. Im Rahmen des neuen Forschungsrahmenprogramms „Horizon Europe“ sollen Batterien ebenfalls ein Schwerpunkt sein.

Das Ziel der europäischen Batterie-Allianz ist der Aufbau einer wettbewerbsfähigen, innovativen und nachhaltigen Zellproduktion in Europa. Die Europäische Kommission begrüßt in ihrer Bilanz, dass Industrie und Forschungseinrichtungen gemeinsam mit der Politik bereits zahlreiche Projekte vorantreiben. Die EU geht davon aus, dass allein zur Deckung der Nachfrage in Europa mindestens 20 große Batteriefabriken (gigafactories) benötigt werden. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Europäischen Kommission ( http://ihkofr.de/5m).

Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung, eigene Recherche DIHK