Trebes GmbH

Die Zukunft der Produktveredelung findet auch in Oberfranken statt

Eine kleine Auswahl der Veredelungsprodukte. Links: digitaler Runddruck auf einen Trinkbecher. Hier wurde eine ein Aufdruck in Holzoptik gewählt und mit einem Hochglanzlack Wassertropfen simuliert. Mitte: Logodruck auf einer Kosmetikverpackung. Rechts: 3D-Reliefdruck auf einer Lunchbox. Die 3D Formen werden nur durch das Aufbringen von Farbe erzeugt.

Die Trebes GmbH ist ein mittelständisches Unternehmen aus Oberfranken. Gegründet wurde die Firma im Jahr 2002 als klassische Werbeagentur. In den folgenden Jahren konnte das junge Unternehmen seine Kompetenzen in Bereichen wie Grafikbearbeitung und digitale Drucktechniken ausbauen. Im Jahr 2012 entschloss man sich, den ersten Direktdrucker anzuschaffen. Ab diesem Zeitpunkt begann der Aufbau einer Digitalveredelung. Durch das tiefe Wissen aus den Gründungsjahren war es möglich, innerhalb kurzer Zeit den Direktdruck zu optimieren und auszubauen, sodass es bereits 2 Jahre gelang, über 50.000 Teile in einer Arbeitswoche zu veredeln. Leider wurde im Januar  2016 das erst ein Jahr zuvor errichtete Firmengebäude samt Inhalt durch einen Brand vollkommen zerstört. Allen Widrigkeiten zum Trotz entschloss man sich, das Unternehmen wieder aufzubauen und seinen Unternehmensschwerpunkt neu auszurichten. Das Kerngeschäft wird von Geschäftsführer Dominik Trebes gerne als „digital manufactoring and refining“ bezeichnet. Getreu diesem Leitsatz werden nur Herstellungs- und Veredelungstechniken eingesetzt, die digitaler Natur sind – allen voran der Digital-Direktdruck – aber auch CNC-gesteuerte Gravur- und Schneidlaser oder Fräsen kommen zum Einsatz. „Wir sind die Kinder einer digitalen Welt“ so Dominik Trebes. Wir setzen ausschließlich moderne computergesteuerte Techniken ein, die ein Höchstmaß an Qualität und Flexibilität bieten. Aber die technische Komponente ist nur ein Schlüssel – ein anderer ist ein breites und zugleich tiefes Wissen aus unterschiedlichen Berufsfeldern. Angefangen von der Bearbeitung von Grafikdaten bis hin zur perfekt eingestellten Druckmaschine ist es eine schwierige Aufgabe, deren Lösung unsere Kernkompetenz darstellt.“

Ein besonderes Highlight im Veredelungsprozess ist das Aufbringen dreidimensionaler Aufdrucke. Hier kann es sich um einfache, erhabene Logos handeln, jedoch sind auch komplexe Oberflächenstrukturen möglich. Damit können beispielsweise Gesichter in 3D auf einer Flasche oder einem Verschluss wiedergegeben werden. Die Simulation von Oberflächenstrukturen wie Holz oder Stein ist ebenso möglich und nahezu nicht von einem Naturstoff zu unterscheiden. „Natürlich ist der 3D-Druck in der heutigen Zeit nichts Neues. Nach meinem Wissensstand dürften wir aber das erste Unternehmen sein, welches diese Technologie für einen Massenmarkt interessant gemacht hat. So haben wir in der Vergangenheit bereits weit über eine Million Produkte mit einem 3D-Druck versehen,“ so der Geschäftsführer.

Nach dem verheerenden Brand konnte das Unternehmen schnell wieder Fahrt aufnehmen und neue Maschinen anschaffen. Ganz aktuell ist die Erweiterung des Maschinenparks um eine digitale Runddruckanlage, um zukünftig auch selbst Flaschen, Gläser oder Tiegel veredeln zu können. Heute ist es möglich, sowohl Kleinserien von ein paar wenigen Teilen als auch großangelegte Serienproduktionen von mehreren Millionen Teilen zu realisieren.Mit seinen 22 Mitarbeitern ist die Trebes GmbH bestens aufgestellt, die Interessen ihrer Kunden wahrzunehmen und am Ende ein beeindruckendes Produkt entstehen zu lassen, das auf dem Markt seinesgleichen sucht.