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Chinaforum Breakfast Club „Should I stay or should I go?“

Beim Chinaforum Breakfast Club.

Am Ende September berichtete auf Einladung des Chinaforum Bayern e. V und der IHK für Oberfranken Bayreuth Dr. Martin Seybold, Rechtsanwalt, Partner und Niederlassungsleiter Peking bei Rödl & Partner, über die aktuellen Herausforderungen deutscher Unternehmen am Standort China. Die Teilnehmer erhielten u. a. einen Überblick über das umfassende Kreditsystem der chinesischen Regierung, das zur Bewertung des Verhaltens seiner Bürger eingeführt wurde, und dessen Relevanz für Privatpersonen und Unternehmen.

Des Weiteren ging Dr. Seybold auf die allgemeine Wirtschaftsentwicklung ein und sprach über die steigenden Lohnkosten in China und die damit verbundene  Herausforderung, geeignetes Personal zu finden und zu binden. Laut Einschätzung von Dr. Seybold ließe sich die Frage „Should I stay or should I go?“ nicht pauschal für alle Unternehmen beantworten.

Trotz zunehmender Schwierigkeiten vor Ort sei der chinesische Markt mit seinen 1,4 Mrd. Konsumenten für viele Unternehmen weiterhin attraktiv. Gleichzeitig sei zu beobachten, dass von deutschen Unternehmen vermehrt eine Verlagerung der Produktion in südostasiatische Nachbarländer, z. B. Vietnam, in Erwägung gezogen wird. An eine „Werkbank der Welt“ ist nicht mehr zu denken. Vielmehr verfolgt China eine binnenwirtschaftliche Orientierung, wie z. B. mit seiner 2016 veröffentlichen Strategie „Made in China 2025“. Auch die „Belt and Road Initiative“ ist in aller Munde, mit der China seine Stellung in Asien, Europa, aber auch Afrika und Lateinamerika stärken will. Es gibt also viele Gründe China als Markt im Auge zu behalten.