IHK-Gremium Lichtenfels

Besuch beim Weltmarktführer Johnson Matthey Catalysts

Unser Bild zeigt die Mitglieder des IHK-Gremiums Lichtenfels beim Betriebsrundgang im Unternehmen Johnson Matthey mit (v. li.) Johnson Matthey- Geschäftsführer Herbert Drechsel und Wilhelm Wasikowski, Vizepräsident der IHK für Oberfranken Bayreuth und Vorsitzender des IHK-Gremiums Lichtenfels.

Rund 70 Millionen Euro hat das Unternehmen Johnson Matthey in den vergangenen Jahren in den Standort Redwitz investiert und entsprechend Neueinstellungen vorgenommen. Die Mitglieder des IHK-Gremiums Lichtenfels, mit Gremiumsvorsitzendem Wilhelm Wasikowski an der Spitze, informierten sich vor Ort über die Produktpalette des Unternehmens und die Expansion der vergangenen Jahre.

„Besonders stolz sind wir darauf, dass heute 120 ehemalige Azubis in verschiedensten Funktionen im Werk tätig sind, 20 weitere sogar in Führungspositionen.“ – Herbert Drechsel

Wasikowski erinnert sich noch gut an die Unkenrufe 2002, als Siemens das Werk in Redwitz an Argillon verkauft hat, und an das Jahr 2008, als schließlich Johnson Matthey das Werk übernahm. „Nicht wenige hatten sowohl 2002 als auch 2008 befürchtet, dass der Standort Redwitz über kurz oder lang Geschichte ist“, so Wasikowski. „Stattdessen hat das Unternehmen millionenschwer in die Zukunft investiert und die Mitarbeiterzahl erhöht.“

70 Millionen Euro zuletzt in Redwitz investiert

Dass Johnson Matthey auf den Standort Redwitz setze, zeige sich auch daran, dass in den vergangenen Jahren rund 70 Millionen Euro investiert wurden, erläutert Johnson Matthey-Geschäftsführer Herbert Drechsel. Aktuell bildet das Unternehmen in fünf Ausbildungsberufen aus, künftig werden es sogar sieben sein. „Besonders stolz sind wir darauf, dass heute 120 ehemalige Azubis in verschiedensten Funktionen im Werk tätig sind, 20 weitere sogar in Führungspositionen.“

Johnson Matthey: Wegbereiter für Katalysatoren

Insgesamt beschäftigt das Unternehmen mit Hauptsitz in London 14.000 Mitarbeiter, 600 davon am Standort Redwitz. Jeder dritte neu zugelassene Pkw ist mit einem Katalysator vom Marktführer Johnson Matthey ausgestattet. Das Unternehmen, das bereits 1974 den ersten Katalysator gebaut hat, ist außerdem Wegbereiter für die heutigen Katalysatoren. In Redwitz werden mit modernsten Verfahren unter anderem Platten-, Waben- und Oxidationskatalysatoren vornehmlich zur Reduzierung von Stick-
oxid-Emissionen entwickelt und produziert. Diese werden eingesetzt in Nutzfahrzeugen, Schiffsdiesel, Kohle- und Müllheizkraftwerken und kompletten
Abgasreinigungsanlagen.