Die Weiterbildung in Oberfranken

Berufliche Weiterbildung lohnt sich – auch finanziell!

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Arbeitgeber erwarten von ihren Mitarbeitern in der heutigen Zeit stets aktuelles Fachwissen und Qualifikation auf höchstem Niveau. Am lebenslangen Lernen führt kein Weg mehr vorbei. Eine solide Berufsausbildung ist zwar eine gute Basis für den Einstieg in den Job und den eigenen Berufsweg. Einen weiteren wichtigen Baustein für ein erfolgreiches Berufsleben bildet jedoch die berufliche Weiterbildung. Sie erhöht nicht nur Arbeitsmarktchancen, sondern oftmals auch die Aussichten auf vielversprechende Karrierepfade. Nicht zuletzt sind damit finanzielle Zugewinne zu erwarten, wie ein Vergleich durchschnittlicher Entgelte für verschiedene Berufsgruppen zeigt.

Zunehmend komplexe Arbeitswelten erfordern mehr und mehr Anpassung an moderne Strukturen und die Weiterentwicklung von berufsspezifischen Fach-, Führungs- und Sozialkompetenzen. Zahlreiche Programme ermöglichen dabei Berufstätigen aller Generationen und Branchen höhere berufsbegleitende Weiterbildungen, die einen Zugang zu hochwertigen Arbeitsplätzen in der neuen Wirtschaft fördern und sich wortwörtlich auszahlen.

Gehaltsvergleich bestätigt Vorteile

Auch wer sich in einem klassischen Ausbildungsberuf zum Techniker oder Meister weiterbilden lässt, kann am Ende genauso gut verdienen wie Akademiker. Zu diesem Ergebnis kommt neben verschiedenen anderen Studien die Entgeltanalyse der Agentur für Arbeit. Ein Blick auf die bayernweiten durchschnittlichen Bruttomonatsentgelte verschiedener Berufssparten nach ihrem jeweiligen Anforderungsprofil zeigt einen deutlichen Gehaltsanstieg bei zunehmender Qualifikation. Während der Mittelwert der Einkommen von Fachkräften mit klassischer Berufsausbildung bei rund 2.900 Euro brutto liegt, kann der Spezialist im Schnitt mit 4.300 Euro im Monat rechnen. Meister, Techniker, Fach- oder Betriebswirte, die in dieser Kategorie anzusiedeln sind, verdienen demzufolge im Median rund 1.300 Euro brutto mehr im Monat als die gelernte Fachkraft. Eine Weiterbildung lohnt sich daher auch finanziell.

Vom Bürokaufmann zum Controllingexperten

Die Aufstiegsfortbildung zum Wirtschaftsfachwirt war auch für Denis Hermann der Beginn eines interessanten Werdegangs. Der gelernte Bürokaufmann arbeitet einige Zeit ohne gesonderte Ausbildung im Vertriebscontolling, bis er sich für eine Weiterbildung entscheidet. Um sich fachlich und persönlich weiterzuentwickeln, beginnt er den berufsbegleitenden Lehrgang zum Wirtschaftsfachwirt. Die IHK und das Teilzeit-Modell sei dabei seine erste Wahl gewesen, weil sich die Inhalte und Unterrichtszeiten gut mit dem Beruf vereinbaren ließen. „Auch wenn einiges dazu gehört, sich abends nach der Arbeit oder am Wochenende in den Seminarraum zu setzen, haben sich die Mühen wirklich gelohnt“, betont Hermann. Für ihn bietet sich nach dem erfolgreichen Abschluss zum geprüften Wirtschaftsfachwirt (IHK) eine vielversprechende Stelle im Controlling bei der Steiner Optik GmbH. In der Position erhält er viele Chancen für seinen weiteren Berufsweg. Durch die Tätigkeit sei nicht nur der Verantwortungsbereich gewachsen, sondern Denis Hermann habe auch finanziell dazugewonnen. Durch die Weiterbildung kann auch er sich über einen Gehaltszuwachs freuen. Doch mit dem Fachwirt ist er noch nicht am Ende seiner Entwicklung angekommen. Er möchte darauf aufbauen und weiterkommen. „Ohne den Wirtschaftsfachwirt wäre ein berufsbegleitendes Studium, wie ich es jetzt an der Hochschule Hof absolviere, nicht möglich gewesen“ bekräftigt Denis Hermann. Es war ein weiter Weg bis dahin, aber die Fortbildung hat ihn weitergebracht und er würde es jederzeit wieder genauso machen.

Investition in die eigene Zukunft

Dass Weiterbildungsabsolventen in ihrem Erwerbsleben mehr Verantwortung im Unternehmen tragen, eine hervorragende Entwicklungsperspektive haben und oft über ein gutes Einkommen verfügen, sei keine Seltenheit, betont Robert Göpel, Leiter Weiterbildung der IHK für Oberfranken Bayreuth. Obwohl die Absolventen der Höheren Weiterbildung im Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) das gleiche Niveau wie Bachelor oder Master aufweisen, bleibt der Ansturm auf die Hochschulen enorm. Für eine Beschäftigung mit Führungsverantwortung ist ein Hochschulabschluss jedoch keinesfalls Pflicht, ganz im Gegenteil. „Berufliche Fortbildung oder die höhere Berufsbildung führt ihre Absolventen sogar häufiger in höherwertige Tätigkeiten oder direkte Personalverantwortung“, bekräftigt Göpel. Auch mit Blick auf ihre beruflichen Entwicklungschancen begegnen sich Meister, Fachwirte oder Techniker aus der Weiterbildung und klassische Bachelor-Absolventen auf Augenhöhe. Insbesondere in Großunternehmen stehen beiden Gruppen ähnlich vielfältige Möglichkeiten offen. Mehr noch: Fortbildungsabsolventen sind aus Sicht der Betriebe nicht so einfach durch Akademiker zu ersetzen. Unternehmenschefs schätzen vor allem auch Personen, die sich in ihrem expliziten Fachbereich stetig weiterbilden, als unverzichtbare Experten. Gerade in der Industrie und Zweigen der neuen Wirtschaft sind motivierte und praktisch versierte Mitdenker mit Know-how gefragt wie nie zuvor.

Wer noch darüber nachdenke, seine Handlungskompetenzen zu erweitern und eine neue berufliche Perspektive suche, den kann Robert Göpel nur ausdrücklich dazu ermutigen: „Die berufliche Weiterbildung ist vor allem eine Investition in sich selbst und die eigene Zukunft!“ Die IHK mit ihrer ihk-lernen.de-Plattform hält für Lernwillige ein vielfältiges Angebot an Weiterbildungen mit hoher Qualität bereit.