Universität Bayreuth

Bayreuther Geoökologe Prof. Dr. Carl Beierkuhnlein mit Bayerischer Europamedaille geehrt

Prof. Dr. Carl Beierkuhnlein (l.) erhält von Europaminister Dr. Florian Herrmann, MdL, die Bayerische Europamedaille.

Bayerns Europaminister Dr. Florian Herrmann zeichnete bei einem Festakt im Münchner Prinz-Carl-Palais den Bayreuther Geoökologen Prof. Dr. Carl Beierkuhnlein mit der ‚Medaille für besondere Verdienste um den Freistaat Bayern in Europa und der Welt‘ (Bayerische Europamedaille) aus. Mit dieser Auszeichnung werden Persönlichkeiten geehrt, die sich um den Freistaat Bayern in einem vereinten Europa verdient gemacht oder zum internationalen Ansehen Bayerns in der Welt beigetragen haben. „Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung“, erklärt der Bayreuther Wissenschaftler, „weil sie unsere Arbeit im internationalen Kontext würdigt. Die Biogeografische Forschung der Universität Bayreuth findet auf unterschiedlichen Kontinenten statt und insbesondere unsere Arbeiten auf ozeanischen Inseln und zu internationalen Schutzgebieten sind von globaler Bedeutung. Wenn ich damit einen Beitrag zur Sichtbarkeit und Anerkennung der bayerischen Forschung leisten kann, dann erfüllt mich dies mit Genugtuung.“ Auch in der Lehre, so Beierkuhnlein, sei diese Auszeichnung eine Anerkennung für den von ihm etablierten und geleiteten internationalen Studiengang ‚Global Change Ecology‘ sowie den neuen Studiengang ‚Environmental Geography‘. „Internationale Studierende zu uns ins oberfränkische Bayreuth zu holen und auf hohem Niveau auszubilden – damit legen wir die Saat für verantwortungsbewusste und kreative Führungspersönlichkeiten der Zukunft.“ Beierkuhnlein hat seit 2002 an der Universität Bayreuth in der Fakultät für Biologie, Chemie und Geowissenschaften den Lehrstuhl Biogeografie inne. Er ist Mitglied des Bayreuther Zentrums für Ökologie und Umweltforschung (BayCEER), eines Forschungszentrums der Universität Bayreuth, und arbeitet in einer Vielzahl interdisziplinärer Projekte zur Umwelt- und Klimaforschung mit.

Ein besonderer Schwerpunkt seiner Aktivitäten in Forschung und Lehre liegt auf dem Gebiet der Artenvielfalt und ihrer Bedeutung für die Leistungsfähigkeit von Ökosystemen. Seit vielen Jahren setzt er sich dafür ein, dass die Belange des Umwelt- und Naturschutzes in die wissenschaftliche Forschung einbezogen werden und auch in politischen Entscheidungsprozessen verstärkt Berücksichtigung finden. Aufgrund seiner hohen wissenschaftlichen Kompetenz in diesem Bereich wurde Beierkuhnlein sowohl in den Biodiversitätsrat Bayern als auch den Naturschutzbeirat am Bayerischen Umweltministerium berufen. Als Mitbegründer und Koordinator des internationalen Masterstudiengangs ‚Global Change Ecology‘ im Elitenetzwerk Bayern engagiert sich Beierkuhnlein dafür, hochqualifizierte Studierende aus dem In- und Ausland an aktuelle Herausforderungen der Ökologie und der Klimaforschung heranzuführen. Prof. Dr. Carl Beierkuhnlein kommt aus Oberfranken, er ist in Steinwiesen im Frankenwald aufgewachsen, hat in Kronach das Kaspar-Zeuß-Gymnasium besucht und 1988 an der Universität Bayreuth ein Geoökologie-Studium erfolgreich abgeschlossen. Für seine Dissertation wurde er 1994 von der Stadt Kronach mit dem Kaspar-Zeuß-Preis ausgezeichnet. Seit 2002 leitet Beierkuhnlein den Lehrstuhl Biogeografie an seiner Alma Mater.