Bayerisches Zentrum für Batterietechnik (BayBatt) eröffnet

Bei der Eröffnung des BayBatt (v. re.): HGF Gabriele Hohenner, Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz, Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Marion Kiechle, Prof. Dr. Karin Birkner, Bayreuths OB Brigitte Merk-Erbe und IHK-Vizepräsidentin Dr. Laura Krainz-Leupoldt.

Die nächste Generation sicherer, intelligenter und nachhaltiger Energiespeicher kommt demnächst aus Bayreuth: Die bayerische Wissenschaftsministerin, Prof. Dr. med. Marion Kiechle, eröffnete das neue Bayerische Zentrum für Batterietechnik (BayBatt) an der Universität Bayreuth. In den kommenden fünf Jahren wird der Freistaat 25 Mio. Euro in den Aufbau des BayBatt investieren und im Endausbau 114 neue Stellen schaffen, davon allein zwölf Professuren. Am BayBatt werden Batterien als interagierende, intelligente Systeme interdisziplinär erforscht und weiterentwickelt. Das gibt es so in Deutschland bisher nur an der Universität Bayreuth.

„Der Elektromobilität gehört die Zukunft. Leider ist Deutschland aber bei der Batterietechnik zurückgefallen. Daher bauen wir ein Forschungs- und Entwicklungszentrum für Batterietechnik an der Universität Bayreuth auf.“ Dies kündigte Ministerpräsident Markus Söder am 18. April dieses Jahres in seiner Regierungserklärung an. In nur knapp sechs Monaten haben die Wissenschaftler der Universität Bayreuth den Rahmen für diese Großaufgabe geschaffen, nun konnte Wissenschaftsministerin Prof. Dr. med. Marion Kiechle das Bayerische Zentrum für Batterietechnik (BayBatt) an der Universität Bayreuth eröffnen. „Die Gründung von BayBatt ist die konsequente wissenschafts- und wirtschaftspolitische Antwort auf aktuelle und zukünftige Energie- und Mobilitätsfragen – ein Leuchtturmprojekt für die Region Oberfranken in dem wissenschaftlichen Zukunftsfeld Batterie-
forschung und -entwicklung“, so die Ministerin.

Im Rahmen eines Fünf-Jahres-Plans will die Staatsregierung 25 Mio. Euro in den Aufbau des BayBatt investieren und im Endausbau 114 neue Stellen an der Universität Bayreuth schaffen, darunter zwölf Professuren. „BayBatt soll Brücken bauen zwischen den Forschungseinrichtungen zu Batteriematerialien einerseits und den ingenieurwissenschaftlichen Lehrstühlen und Forschungseinrichtungen großer Automobil- und Gerätehersteller, die an den Komplettsystemen arbeiten, andererseits. Die an der Batterietechnik beteiligten Arbeitsgruppen sind außerdem vielfältig im Rahmen von Verbundprojekten oder Industrieaufträgen mit der einschlägigen Wirtschaft vernetzt, was einen zügigen Transfer der Ergebnisse in die Praxis sicherstellt“, erläuterte Ministerin Kiechle anlässlich der Eröffnung des BayBatt.

Das Zentrum hat vier wissenschaftliche Schwerpunkte: sichere High-Performance-Materialien, Grenzflächenphänomene und Transportprozesse, intelligente Batterien sowie vernetzte Batteriespeicher. Ein wichtiger Aspekt dabei ist die informationstechnische und wirtschaftliche Einbettung vernetzter Batteriespeicher in komplette Energiesysteme. Für den wissenschaftlichen Nachwuchs sollen ein Bachelor- und ein Masterstudiengang ‚Batterietechnologie und Batteriesystemtechnik‘ entwickelt werden. Zudem soll die Campus-Akademie ein wissenschaftliches Fortbildungsangebot ‚Batterietechnik‘ für Interessierte mit natur- oder ingenieurwissenschaftlicher Vorbildung entwickeln.