Bayern Netzwerk Afrika

Austausch über Chancen auf afrikanischen Märkten

Als Experten diskutierten auf dem Treffen des Bayern Netzwerkes Afrika in Bayreuth mit den interessierten Unternehmern: Bettina Löwentraut-Duran, Beraterin Entwicklungszusammenarbeit German RETech Partnership (1. v. li.); Linda Schraml, Leiterin des Afrika-Büros Bayern (4. v. li.); Oliver Wagener, EZ-Scout in Bayern (3. v. re.); Oliver Oswald, IBC Solar AG Bad Staffelstein. Über einen regen Erfahrungsaustausch freuten sich der Vorsitzende des IHK-Außenhandelsausschusses Bernd Aßmann (2. v. li.); IHK-Bereichsleiterin International Sara Franke (3. v. li.) und ihre Stellvertreterin Cornelia Kern (3. v. re.).

Unternehmer aus ganz Bayern trafen sich Mitte Oktober in der IHK in Bayreuth, um ihre Erfahrungen auf afrikanischen Märkten auszutauschen. Im Fokus dieses Treffens des Bayern Netzwerkes Afrika standen Marktchancen für Umwelttechnologien.

Der Bedarf auf dem afrikanischen Kontinent ist da, die Märkte sind jedoch sehr unterschiedlich. Es gibt vielfältige Chancen, aber auch nicht zu unterschätzende Risiken. Lokale Partner und entsprechende Finanzierungen sind ein Muss, ebenso der Kontakt zu lokalen, regionalen, nationalen und internationalen Netzwerken.

Wie die Herausforderungen auf unserem Nachbarkontinent gemeistert werden können, darüber diskutierten die zahlreichen Teilnehmer mit den Experten des Abends. Bettina Löwentraut-Duran, Beraterin Entwicklungszusammenarbeit bei der German RETech Partnership, dem Exportnetzwerk der deutschen Entsorgungs- und Recyclingbranche, zeigte anhand vieler interessanter Fakten und erfolgreicher Projektbeispiele, wie deutsches Know-how zum Aufbau von Kreislaufwirtschaftssystemen in Afrika beitragen kann. Nicht unwesentlich dabei: Das große Potenzial für die Schaffung von Arbeitsplätzen in den jeweiligen Ländern – von einfach bis technisch hochwertig. Gespannt folgten die Unternehmer dem Praxisbericht von Oliver Oswald aus der IBC Solar AG Bad Staffelstein. Das Unternehmen arbeitet als Systemhaus für Photovoltaik weltweit, so auch im südlichen Afrika, mit lokalen Installationspartnern zusammen. Diese kennen die lokalen Gegebenheiten am besten und verfügen auch über entsprechende Kontakte, die helfen, die für das jeweilige Projekt
geeignetste Lösung zu finden. Eine entsprechende Schulung der Mitarbeiter vor Ort ist Bestandteil solcher Projekte. Dazu nutzt IBC Solar auch Förderprogramme der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. In der regen Diskussion riet Oswald den Unternehmern, Projektunterlagen und Arbeitsanweisungen so einfach und verständlich wie möglich zu gestalten und offen zu sein für manchmal unkonventionelle Arbeitsauffassungen und Zahlungsmodalitäten. Linda Schraml gab einen Einblick in die Arbeit des neu gegründeten Afrika-Büros Bayern in Äthiopien (lesen Sie dazu ein Interview auf Seite 13 in dieser Ausgabe) und stellte Projekte und Ansprechpartner vor. Über neue Initiativen und Instrumente des Bundesentwicklungsministeriums für Afrika informierte der EZ-Scout in Bayern Oliver Wagener. Der Nachmittag endete mit einem langen und intensiven Erfahrungsaustausch der Unternehmer, aus dem in der Zukunft gemeinsame Projektideen zu erwarten sind.

Das Bayern Netzwerk Afrika

Wenn Sie an afrikanischen Märkten interessiert sind, bietet Ihnen das Bayern Netzwerk Afrika eine Plattform für Informationen und Erfahrungsaustausch. Willkommen sind Geschäftsführer und Regionalmanager von bayerischen Unternehmen, die bereits in Afrika engagiert sind oder Aktivitäten planen. Das Netzwerk ist offen auch für andere Interessenten. Es trifft sich zweimal im Jahr jeweils in einem anderen IHK-Bezirk in Bayern.

Termine der Treffen und weitere Informationen werden auf dem Afrika-Portal der bayerischen IHKs veröffentlicht: http://ihkofr.de/90

IHK für Oberfranken Bayreuth
Cornelia Kern
Leiterin Referat EU-Fragen/
Kooperationsprogramme
0921 886-152
kern@bayreuth.ihk.de